Predigt zum 8. Sonntag im Jahreskreis (26.02.2017/St. Bonifatius Gemeinde Schwarzenborn)

Am heutigen Sonntag wurde unser neuer pastoraler Mitarbeiter Herr Tobias Schüßler nun offiziell in den Dienst als Prediger und pastoraler Mitarbeiter für die St. Bonifatiusgemeinde in Schwarzenborn eingesegnet. Als Zeichen seines Verkündigungsdienstes trägt er, da er einen anglikanischen Hintergrund hat, eine Predigerstola, als Zeichen seines kirchlichen Amtes. Doch dies ist KEINE Priesterstola, oder ein Zeichen des geweihten Amtes, sondern ein liturgisches Parament, welches den Verkündiungsdienst repräsentieren soll. Das marianische Motiv weißt auf die Mutter der Kirche, die seelige und allzeit jungfräuliche Mutter Gottes hin, und soll eine Brücke schlagen zwischen dem Kreuz Jesu und den Jüngern, die unter dem Kreuze stehen und seine Auferstehung bekennen sollen. Diesen Predigerschal wird er fortan bei allen Gottesdiensten als Zeichen seines eingesegneten Amtes tragen, unabhängig der liturgischen Farbe. Erst geweihte Kleriker (Subdiakone, Diakone und Priester) tragen liturgische Paramente in den liturgischen Farben.

Wir wünschen Ihm und der Gemeinde Gottes reichen Segen und alles Gute für seinen weiteren Weg in der Kirche und seinen Dienst und künftige Dienste.

Soli Deo Gratia.

Ihr
Dekan P. Thomas Andrew, UKK

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60. Geburtstag eines angeschlossenen Gemeindemitgliedes

Am 18.02.2017 feierte eines unserer angeschlossenen Gemeindemitgliedes seinen 60. Geburtstag. Dazu hatte er seine medizinischen Kollegen ebenso geladen, wie seine Kollegen der Domführergilde aus Deutschland. Einer der geistlichen Gäste war auch Dekan Pater Thomas. Die Feier, mit rund 60 geladenen Gästen, fand in einer wunderschönen alten Scheune statt, die eine evangelische Gemeinde als Gemeindesaal und für Fortbildungen nutzt. Durch die jahrelange Bekanntschaft zu dieser befreundeten Gemeinde, ergeben sich akademischerseits sehr gute Verbindungen, die sowohl der FKB, als auch der Gemeinde in Schwarzenborn zugute kommen. Durch das derzeitige Gemeindewachstum in der Region Nordhessen und um Schwarzenborn/Neukirchen, haben wir nun fast 35 Gemeindemitglieder, die sich nicht nur in Gottesdienstbesuchern unterteilen, sondern in Vollmitgliedern, Gäste und auch Teilmitgliedern und angeschlossenen (kooptierten) Gemeindemitgliedern, die die Gemeinde und die Kirche finanziell und materiell unterstützen.

Wir danken allen Mitglieder und Förderern der Gemeinde und der UKK, für die sehr gute Ökumene und das reichliche Interesse an der FB gesamt und das Wachstum.

In Christus
Ihr
Dekan Pater Thomas Andrew; FKB

Kleines Konveniat der FKB am 22.02.2017

Am Mittwoch den 22.02.2017 fand ein kleines Klerikerteffen (Konveniat) der Freikirchlichen-katholischen Bewegung statt. Dazu trafen sich die beiden Erzbischöfe Karl-Michael Soemer (UKK) und Karl-Uwe Eckert (KKD) unter anderem mit Dekan Pater Thomas Andrew (UKK) und Gästen. Im Geiste verbunden waren auch der bald neue pastorale Mitarbeiter Tobias Schüßler und der Generalvikar der KKD, Pater Ludwig Anton. Die übrigen Mitbrüder, die aus dienstlichen Gründen an diesem Treffen nicht teilnehmen konnten, wurden bei der gemeinsamen Eucharistie ebenso mit ins Gebet genommen und waren damit geistig dabei. Neue Kontakte zu zukünftigen Dozenten im Bereich der kirchlichen Kunst und Architektur wurden ebenso eingebracht, wie der Gemeindewachstum in Schwarzenborn/Nordhessen. Wir sprachen unter anderem auch über die kirchlichen Entwicklung, das Seminar und die akademische Ausbildung der Priester, entwickelten Ideen und Vorschläge zu verschiedensten Themen, die die Kirche und die Mission betreffen. Die FKB als Bewegung wächst beständig und wir freuen uns, dass der Hl. Geist dies gefügt hat. Bereits im Vorfeld wurden durch viele verschiedene Mitbrüder die Tagesordnungspunkte erarbeitet und vorbereitet. Vielen Dank für die Vorarbeit.

Wir danken für die Teilnahme und das Interesse aller Geistlichen und freuen uns auf weitere hervorragende Zusammenarbeit und den mitbrüderlichen Zusammenhalt.

Ad multos annos et ad majorem die gloriam.

i. A. Freikirchliche katholische Bewegung.

Beerdigung

Am Mittwoch den 15.02.2017 wurde Herr Rose, ein angegliedertes Gemeindemitglied, durch einen ökumenischen Gottesdienst zu Grabe getragen. Herr Rose, den der Pastor leider erst in seinen letzten Tagen kennen gelernt hatte, war der UKK sehr zugeneigt und setzte sich Zeit seines Lebens für Menschen ein und half wo immer er konnte. Da er keine lebenden Verwandten mehr hatte, wurde die Beerdigung durch eine private Freundin organisiert und die Urnenbesetzung wurde unter anderem von Dekan Pastor Pater Thomas, in Zusammenarbeit mit der evangelischen Gemeinde in Schwarzenborn gefeiert. Herr nimm ihn auf in Dein himmlisches Reich und das ewige Leben möge ihm leuchten.

Auch in den Zeiten der Trauer und des Abschiedes, ist die tröstende Botschaft Jesu wichtig, damit wir in der Verzweiflung nicht untergehen, sondern Sein Stecken und Stab schenken uns Zuversicht.

Pastorei St. Bonifatius
Schwarzenborn

Gottes „Neue Gerechtigkeit“ (Predigt zum 06.Sonntag im Jahreskreis)

Liebe Schwestern und Brüder

im heutigen Tagesevangelium heißt es unter anderem: „Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben. Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen. Amen, das sage ich euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird auch nicht der kleinste Buchstabe des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist. Wer auch nur eines von den kleinsten Geboten aufhebt und die Menschen entsprechend lehrt, der wird im Himmelreich der Kleinste sein. Wer sie aber hält und halten lehrt, der wird groß sein im Himmelreich. Darum sage ich euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und der Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.“[1]

Diese Worte Jesu beinhalten eine klare und unmissverständliche Botschaft. Er warnt uns vor `falscher Frömmigkeit´ und solchen Menschen, die eine Religion lehren, die durch Gebote, Verbote, Gesetzte, Regelungen und ein patriarchialisches System, dem einzelnen Gläubigen mehr Angst und Verdammung drohen, als es durch die Erfüllung der Propheten in Jesu selbst der Fall ist. Für uns Christen soll die wahre Gerechtigkeit Gottes größer sein, als das reine geschriebene Wort der Schrift. Wenn dem so wäre, gelte das Alte Testament in seiner Fülle noch, wenn dem so wäre, dann gäbe es wirklich nur eine Person auf der ganzen Welt, dem Gott seine Treue schwörte und auf dem alleinig der Segen Gottes ruhen würde. Dann müssten wir uns an alle Speiseopfer, Gebote und Verbote des Alten Bundes Gottes halten und das hieße, wir müssten demnach messianische Christen sein, die auf die Erlösung durch Christi noch warten. Doch: Christi starb bereits für uns am Kreuz! Er war bereits auf der Erde! Er hat das Werk bereits vollbracht! Das Alte Testament ist erfüllt und für den gläubigen Christen ist es beendet. Es gibt den Neuen Bund, den Bund im Blute Christi. Jesu hat die Gebote Gottes selbst im Neuen Testament klar und deutlich beschrieben: Er ist es dem Wir folgen müssen, auf den wir HÖREN müssen, dem wir uns anvertrauen müssen. Er ist der Eckstein, auf dem er Seine Kirche gegründet hat. Er hat allen Menschen seine Verheißung gegeben, wenn unsere Gerechtigkeit größer ist, als die der Schriftgelehrten und Pharisäer (der `Überfrommen Christen könnte man heute sagen), dann haben wir die Chance, (KEINE FREIKARTE; KEINEN FREIFAHRSCHEIN) ins Himmelreich zu gelangen. Menschen, denen man die Frohe Botschaft und die Erlösung in Christi tot nicht anzuerkennen ist, die einem mehr Angst und Verzweiflung bescheren, die einem die Schrift so auslegen, dass Keine Rettung geschehen kann, nur unter Ihrer Leitung, nur unter IHREM Wort und IHRER Gnade, liebe Schwestern und Brüder, genau vor diesen Frommen warnt uns Christus.

Jesus verschärft die 10 Gebote JHWE, die Er auf dem Berg SINAI dem Mose gegeben hat und sagt, schon wer Böses im Herzen trägt, schon, der dem Gegenüber übel mitspielt, der ist dem Höllenfeuer übergeben, schon wer im Herzen seine Ehefrau entlässt, dem Bruder zürnt oder falsche Eide schwört, der ist verloren! Doch:

Jesus liebt die Sündern, aber nicht die Sünde und im Umkehrschluss kennt Jesu die Beweggründe, die Intention, aus der wir, wie oben beschrieben, etwas Böses tun, so weiß er im Umkehrschluss auch, was wir im Herzen bewegen und die Guten Werke, die wir zu Seiner Ehre tun wollen und die wir im Herzen tun. Nicht nur die negativen Gedanken und Intentionen kennt er, sondern auch um die Guten weißt er. Unsere Gerechtigkeit, unser christlicher Glaube muss also über das geschriebene Wort der Bibel hinausgehen, es muss mehr sein, als das bloße Wort, es muss in uns lebendig werden und durch uns leben.

Wir warten auf Christi Wiederkunft nicht mehr, dass er uns erlöst, dass er uns aus den Fängen des Todes befreit und den Tod nichtig macht, das hat er bereits vor mehr als 2000 Jahren getan, sondern wir erwarten Seine Wiederkunft, damit er die Welt richte und damit das Himmelreich, was bereits begonnen wurde, vollendet wird. Die Erlösung vom bloßen Wort, vom reinen Gesetzt ist bereits durch den Kreuzestod Jesu gesühnt worden. Er wurde bereits geschlachtet und erlöste die Welt und wir sollen IHM, Seiner Gnade, Seiner Liebe folgen und nicht dem bloßen, frommen Gesetzt. Unser Christentum soll niemandem Angst machen, unterdrücken oder klein halten, sondern befreien und Froh machen, durch die Botschaft Jesu. Das Evangelium ist die Frohe, befreiende Botschaft und keine unterdrückende, niederschmetternde und angstmachende Drohung Gottes. Leider erlebt man heute immer mehr Christen die das Alte Testament so hoch halten, die es mehr berührt von den schrecklichen Gerichten Gottes zu hören und zu lesen, als der befreienden und liebenden Botschaft Jesu. Die wahren Gebote Gottes sind im Neuen Bund durch Jesu genau beschrieben und deshalb nicht minderwertiger, als die Gebote des Alten Testamentes.

Jesus gibt uns Christen deshalb aber keinen Freischein, er lehnt das Alte Testament nicht ab, oder verwirft es. Wir Christen müssen um das Alte Testament wissen, es kennen und verstehen und begreifen und dennoch, das Alte Testament durch das Neue Testament lesen und nicht umgekehrt. Die Hinweise und prophetien über Jesus sind bereits durch IHN erfüllt worden und so müssen wir eher durch die Frohe Botschaft Jesu das Alte Testament neu lesen und verstehen und begreifen, umd die tiefere und wahre Gerechtigkeit Gottes darin erkennen zu können. Und zwar nicht mit dem reinen menschlichen Verstand, also der säkularen Sicht auf die Bibel, sondern durch den Schein des Heiligen Geistes, der den `geistlichen/spirituellen´ Blickwinkel auf die Schrift neu und durch Christi Augen begreifen lässt.

Von Überfrommen, Gesetztestreuen und frömmelnden Christen hält Jesu nicht viel, denn dies taten die Pharisäer und Schriftgelehrten, die die Schriften auswendig und aufwendig rezitieren und auslegen konnten und die die `Weisheit Gottes´ mit Löffeln gefressen hatten und die die Gebote, Gesetzte und Verbote höher achteten, als die Gerechtigkeit Gottes. Genau gegen diese Art von Predigern, Hohenpriestern Schriftgelehrten hatte Jesu selbst etwas, was er auch lautstark und ausdrucksstark bewies. Seine Botschaft und Seine Gebote hängen am Doppelgebot, an Seinen Lehren und Auslegungen des Alten Bundes und an Seiner Verheißung. Wenn wir, als Christen, die Gerechtigkeit Gottes nicht größer achten und lehren, als dies die anderen tun, so werden wir nicht ins Himmelreich kommen. Gott ist dabei immer eines immer: Deus caritas est `Gott ist die Liebe´

Dekan Pastor Thomas Andrew (UKK)
St. Bonifatius
Seelsorgebereich Nordhessen
Zum 06. Sonntag im Jahreskreis

 

Neuer pastoraler Mitarbeiter der St. Bonifatius Pastorei (Dekanat Nordhessen)

Lieber Mitbrüder im geistlichen Amt
liebe Geschwister.

Voller Freude habe ich am heutigen Tag meine liturgischen Gewänder für meinen Dienst als Pastoraler Mitarbeiter mit Beauftragung zu Predigt und Beerdigung erhalten.

Wie ihr seht trage ich eine Stola . Mit Erlaubnis durch Absprache mit unserem Erzbischof Karl-Michael Soemer darf ich diese Stola als Prediger Schal tragen. Als Prediger in der anglikanischen Kirche durfte ich einen blauen Predigerschal tragen. Da wir aber die Rechte der anglikanischen Kirche wahren wollen haben wir uns dazu entschlossen diese Predigerstola mit marianischem Motiv zu tragen damit auch die Verbundenheit zur Heiligen Mutter Gottes zum Ausdruck kommt.

Ich bin sehr dankbar in den Dienst der UKK treten zu dürfen.

Mit großer Freude schaue ich auf den 26.02.2017 wenn ich in der Heiligen Messe die offizielle Beauftragung mit Verlesung des Dekretes unseres Erzbischofs Karl-Michael Soemer erhalte .

Liebe Brüder ich bitte um euer Gebet für diesen meinen Dienst.

Gott segne euch und ich freue mich auf gute Zusammenarbeit im Weinberg Gottes .

PMA Tobias Schüßler; 07.02.2017

Was Theologen NIE tun dürfen! Die 12 goldenen Regeln!!! (ein humoristisches Pamphlet und Abhandlung von Gedanken)

1) Hinterfragen Sie als Theologe NIEMALS die Bibel!
Die menschliche Ratio und Erkenntnis stammt nicht von Gott, sondern ist Teufelswerk! Sie müssen als Theologe wissen, dass Sie niemals Gott hinterfragen dürfen, Niemals seine Schrift hinterfragen und schon gar nicht, die Kirche hinterfragen.

2) Denken Sie bloß nie selbst nach!
Theologie zu betreiben heißt, dass zu wiederholen, zu schreiben und Zusammenzufassen, was andere Theologen (die davon mehr Ahnung haben, als Sie) bereits in theologischen Schriften verfasst, dogmatisch festgelegt und erörtert haben. Lesen Sie zu allem Kompendien, theologische Lexika und denken Sie, um Gottes Willen und zu ihrem Seelenheil, Niemals eigenständig nach!!!!

3) Bringen Sie KEINE Bezugswissenschaften in die Theologie!!!
Die Theologie ist Bibelkunde. Sie müssen als Theologe die Bibel auswendig können, sie rezitieren, singen und vorbeten können. Da die Bibel grundsätzlich nur das reine und uninterprätierbare Wort Gottes ist, reicht dies völlig aus. Moderne Wissenschaften in die Theologie mit einzubeziehen, wie es am Seminar St. Columban geschieht, ist NICHT theologisch und biblisch sauber. Bezugswissenschaften wie Pädagogik, Psychologie, Politik, Soziologie und andere NICHT biblische Wissenschaften (egal ob sie eigentlich im Alten und im Neuen Testament zu finden sind) braucht kein Theologe.

4)Hinterfragen Sie, um Gottes Willen, NIEMALS die Kompetenz ihrer Vorgesetzten!
Das kann Sie ihren theologischen Titel, ihre Disposition und ihr Ansehen in der Öffentlichkeit und im Kollegenkreis schaden!!!! Kommen Sie niemals auf die Idee, mal nachzufragen, wie Vorgesetzte an das Amt, die Würde, den Titel gekommen sind. Es könnte ihren Untergang bedeuten. Die Bibel (vor allem das Alte Testament) verbietet uns als Menschen, selbst nach Kompetenzen zu streben und andere dabei zu hinterfragen. TUN Sie dies NIEMALS!

5)Qualitätsmanagement und Theologie, unvereinbar
Theologie wird von Gott bestimmt und nur von wenigen gebildeten Theologen, die hohe kirchliche Ämter innehaben. Niemals sollten kleine Theologen (ach quatsch, sie sind gar keiner) diese Lehrmeinungen hinterfragen und, um ihrer Seelenheil wegen, Niemals, ich bitte Sie eingehend, niemals Theologie und Qualität miteinander verbinden zu wollen. Ämter werden nur nach Nase, „Honig ums Maul geschmiere“ und aus Nettigkeit verliehen. Am besten verteilt man Ämter einfach an die, die man hat und macht sie (unabhängig von Berufung und Profession) einfach zu irgendjemanden und irgendwas, was nett klingt. Theologie geht nur über Jahrzehnte und nur nach über 40 Jahren weiß man genau, was Gottes Wille ist und das Gott `nur´ unter einer Person auf Erden, seinem Stellvertreter allein zu finden ist. (Der Heilige Vater aus Rom, oder die Patriarchen der orthodoxen Kirchen sind nicht gemeint)

6)Das wurde schon immer so gemacht und muss so laufen
Führen Sie niemals Qualität, Standards, Überprüfungen in irgendetwas ein. Schon gar nicht in der Theologie. So wie es immer lief, muss es auch weiter laufen. Dies gilt in allen Lebenslagen und Situationen. Innovation (oder gar der Hl. Geist und seine Neuerungen) sollen für Theologen BITTE draußen bleiben.

7) Bloß keine Gegenmeinung!
Es gibt nur eine Kirche. Stimmt! Aber es gibt nur eine Denomination, eine wahre Kirche und in der sind natürlich SIE. Besser gesagt, ihr Vorgesetzter, der diese Vertritt. Als Theologe müssen Sie davon ausgehen, dass NUR Ihr Laden den wahren Glauben alleine vertritt und alle anderen Spalter, Idioten, Spinner, Abspalter und Feinde sind. Gegenmeinungen, seien diese auch noch so gut, können nicht akzeptiert werden, sondern müssen vernichtet werden.

8)Keine konstruktive Kritik zulassen!!!
Lassen Sie es als Theologe um Gottes Willen niemals konstruktive Kritik zu, weder an ihrer Person, noch an den Vorgesetzten und niemals an der Kirchenleitung selbst. Sie müssen bei solchen Dingen immer alles unter den Teppich kehren, hinter dem Rücken der betreffenden Person auslassen, unfair und persönlich verletzend werden. Warum? Profession kann ja schließlich jeder, Sie sind aber Theologe.

9)Andere Diskreditieren
Sollten Sie Personen kennen, die sich ihrer Meinung nach unflätig verhalten haben, machen Sie sich fertig. Kämpfen Sie mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele gegen diesen Menschen und lassen Sie sich niemals in die objektive Sichtweise zurückbringen. Vertrauen Sie dabei NUR einer Quelle, Fragen Sie nie nach der Gegenmeinung, und tragen Sie alles, alles in die Öffentlichkeit, um sich selbst besser, die anderen schlechter darstellen zu können.

10)Gegner loswerden
Gegner in den eigenen Reihen müssen Sie nicht als Theologe öffentlich ankreiden. Machen Sie es lieber indirekt, unterstellen Sie alles was Ihnen einfällt und erzählen Sie ihren Mitmenschen niemals die volle Wahrheit, sondern nur die Version, die das Gegenüber wissen muss und gestehen Sie niemals Fehler ein, denn Sie begehen keine. Der andere ist der Feind. Rausschmeißen brauchen Sie auch keinen, ihre Gegner werden von alleine gehen, wenn sie merken, wie heilig, perfekt und ehrlich Sie sind.

11)Üben Sie keine Ehrlichkeit!
Seien sie unprofessionell, persönlich und verletztend gegenüber denen, die Ihnen nicht in den Kram passen. Und: das wichtigste: Seien Sie bloß nicht ehrlich. Niemals, weder zu anderen, und um Gottes Willen niemals gegenüber sich selbst. Der Andere ist immer Schuld und je mehr man dem nachweisen, andichten und ankreiden kann, umso besser.

12) üben Sie niemals Vergebung und Selbstkritik!
Selbstkritik, oder das öffentliche und private eingestehen von Fehlern innerhalb des eigenen Verhaltens und der Person gehen gar nicht. Zeigen Sie niemals, dass sie Schwächen, Grenzen und Fehler haben. Selbstkritik ist tötlich und rückt Sie selbst aus dem Heiligenschein, der Ihnen auf dem Kopf schwebt als guter Theologe und könnte Makel aufweisen. Und daraus resultiert: Vergeben Sie niemals: denn im alten Testament steht als konklusion: Zahn und Zahn, Auge um Auge. Wers glaubt, wird selig.

Moment mal: Glauben Sie das geschriebene wirklich? Verhalten Sie sich, wie oben beschrieben? Glauben Sie, Sie hätten die Weisheit Gottes aufgrund vom Amt, Alter und Erfahrung mit dem Löffel gefressen. Glauben Sie, nur die ihrigen Anhänger und sie stehen unter dem alleinigen Segen Gottes? Glauben Sie, das humorvolle Schreiben oben hat Recht? Lesen Sie die Bibel und verstehen Sie sich mit Herz, Mund und Händen!!!! Betreiben Sie Denken, Nachfragen, Hinterfragen und betreiben Sie Theologie wissenschaftlich korrekt!!!! Jesu befreiende Botschaft macht den Blick weit, lässt uns demütig und klein werden und zeigt uns die Realität. Denke Mensch, auf dass Du Gott und seine Botschaft erkennst und sei professionell!!! Versuchen wir es wenigstens. Mit einem kleinen Grinsen Dean Pater Thomas Andrew, UKK

(in Gedenken an einen sehr guten Freund, den ich tragisch verloren habe, der mir dies vor vielen vielen Jahren einmal sagte. Vielen herzlichen Dank für diese Gedankengänge)