Zum Priester berufen?!

Persönliche Berufung:

Priester zu sein heißt für mich konkret eine lebendige Beziehung zu Christus zu führen, diese mehr und mehr zu suchen, den Weg ins ewige Zuhause zu gehen und in seiner Liebe zu wachsen. Es heißt auch den Menschen, einen Weg zu Christus selbst zu eröffnen und Ihnen nicht nur das Evangelium zu verkünden, sondern auch eine pastorale Beziehung zu diesen Menschen zu haben. Jeder, der es will, ist ein von Gott gesandter, dem wir uns annehmen müssen als Priester und dem wir zuhören, beraten, fordern, fördern und dem wir beistehen sollen. Sei es in der Spendung der hl. Ehe, der Taufe, der Begleitung in ein geistliches Amt, oder die Beerdigung. Als Priester nehme ich Anteil an den Lebensstationen der Menschen. Seelsorger heißt für mich, mit den Gaben und Fähigkeiten für die Menschen da zu sein, denen ich als Priester dienen soll. Durch das Seelsorgsteam kann sich jeder Christ den Charakter an Pastor aussuchen, den es braucht und mit dem er am Besten kann. Ich kann auch sozialarbeiterische Arbeit leisten und Familien und Ehehilfe, was auch ein breites Spektrum für einen Priester bietet. Mit dem theologischen, pastoralen und menschlichen Wissen, kann man den Menschen helfen, sich selbst zu helfen, sich selbst besser zu verstehen und dabei Gott, Sein Wirken, Seine Liebe und Seine Leitung zu kennenzulernen. Als Priester ist man ein Helfer bei der Suche nach Gott und ich kann den Menschen die Sicht eröffnen, dass sie die Kirche brauchen. Dass die Kirche eine Gemeinschaft von Gläubigen ist, die unter der „Hirtenleitung“ der Kirchenleiter (Bischof, Priester, Diakon) eingegliedert sind, in den Leib Christi. Ich habe die Möglichkeit und die Pflicht die Fülle der Kirche, der Lehre und der Tradition der unabhängig-katholischen Kirche zu eröffnen, zu leben und dies nach außen zu tragen. Ein Mitbruder aus den USA sagte einmal zu mir, dass die Menschen nach Liturgie hungern, da sie Freikirchen und „Kirche ohne feste Strukturen“ überall sonst erleben, aber eine wahrlich, liturgische, katholische und apostolische Kirche, di von Rom unabhängig ist, kaum erleben, oder sie nur mit der römisch-katholischen Kirche in Verbindung bringen. Für mich heißt Katholizität nicht gleich Rom, sondern die Fülle der katholischen Kirche in ihrer Lehre, in ihrer gottesdienstlichen Feier und der kirchlichen Tradition. Die Bibel, die katholisch-biblische Lehre ist mir dabei genauso ein fester Grundsatz, wie die Katholizität der Kirche in der ich ordiniert wurde. Das Priesteramt, also die göttliche und kirchliche Bestätigung meiner Berufung, sind für mich die feste Grundlage meines Dienstes. Eckstein und Grundstein meines Glaubens ist und bleibt dabei Jesus Christus selbst, in der Einheit der Trinität. Die Fülle an Kirchenvätern, Heiligen und der Messfeier sind für die die lebendige Auslebung meines Glaubens. In Verbindung als Ordenspriester ist für mich besonders der monastische Zweig der Kirche etwas sehr wertvolles, weil jeder von den Wüstenvätern, den frühen Ordensgründern und besonders vom hl. Augustinus von Hippo und dem hl. Benedikt von Nursia etwas lernen kann. Seinem Ruf folgen heißt auch Verantwortung für andere vor Gott übernehmen und dies ist nicht zu leicht zu nehmen. Es ist eine Verantwortung vor Gott für gebrochene, gefallene, schwache und hilfsbedürftige Menschen, wenn man selbst eine gebrochene, schwache und hilfsbedürftige Person ist. Gott allein macht heil und ganz und diese Beziehung kann ich als Priester den Menschen eröffnen und zeigen. Priester zu sein bedeutet für mich mehr als die Sakramentenverwaltung, es ist ein Hingeben zu Gott, seiner Kirche und seinem Ruf. Es sind die Mitbrüder im Amt, die `Kollegen´ an denen man die Kirche und den Dienst ablesen kann. Sind wir demütig gegenüber dem Bischof, oder eigenwillig. Wollen wir uns nur wichtigmachen, oder leisten wir im Kleinen unseren Dienst? Bringen wir Menschen zu Gott und suchen die Braut Christi? Bauen wir aktiv an der Kirche, unter den Regeln der Bibel, der Tradition, innerhalb der Kirchenzucht (CIC), oder wollen wir das „Rad neu erfinden?“, weil wir denken, dass es besser wäre? Ist es Tradition, oder Neu? Ist es gesamtkirchlich, oder einzelgängerisch? Ist es noch katholisch, oder schon freikirchlich. Der Dienst als Priester lässt mich demütig werden, weil ich die Kirche nicht ändern muss und brauche, sondern einfach Diene und Lebe. Die persönliche Berufung umfasst noch viel mehr, aber wenn ich mir die Mitbrüder ansehe, dann sehe ich Männer, die um Gott Wissen, die der Kirche dienen und die priesterlich ihren Dienst tun. Sie bilden Gemeinden, bauen diese auf. Setzten ihre Kraft und ihre Fähigkeiten zur Ehre der Kirche ein und zur Ehre Gottes selbst. Grad auch die Bistumspriester, die hauptberuflich in zivilberufen Arbeiten und dennoch Gemeinden haben, aufbauen und Früchte tragen sind für mich beweise genug, dass es Gottes Wille ist. Die Gemeinden wachsen, die Erkenntnisse über Kirche, Gott und Berufung intensivieren und vertiefen sich und der Einsatz für das Himmelreich ist groß. An den Früchten werdet ihr erkannt, so sagt es die Bibel. Das gilt auch und grade für uns Priester.

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